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Das Burnout-Syndrom

Ein Burnout ist ein schleichender Prozeß, der sich gerade bei sehr leistungsbereiten Menschen über Monate und Jahre hinweg entwickeln kann. Die Auslöser liegen jedoch weder zwangsläufig noch ausschließlich in einer hohen Arbeitsbelastung und chronischem Stress. Vor allem ungesunde innere Glaubenssätze und Verhaltensmuster tragen wesentlich zur Entstehung eines Burnout bei. Kommen noch emotionale Belastungen dazu, wie zum Beispiel als ausweglos empfundene Situationen, mangelnde Anerkennung oder enttäuschte Erwartungen, kann dieser gefühlte Kontrollverlust über das eigene Leben zu einer tiefen geistigen, emotionalen und körperlichen Erschöpfung mit verschiedenen, aber dennoch typischen Symptomen führen, zusammengefasst als Burnout-Syndrom:

  • Der Wunsch nach Entspannung und Ruhe ist ebenso groß wie die innere Unruhe, die genau dies verhindert
  • Die gefühlte Arbeitsbelastung steigt stetig an, Motivation und Konzentrationsfähigkeit sinken
  • Das Gedächtnis zum Sieb, die to-do-Listen daher immer länger 
  • Man fährt beim geringsten Anlass aus der Haut, ist verletztlich, schnell angreifbar und kann mit noch so sachlich vorgetragener Kritik nicht mehr umgehen
  • Trotzdem hält man durch:  „Nur noch bis…“ / „Ich kann jetzt nicht krank werden!“
  • Schließlich will und MUSS man ja einen guten Job machen
  • „Ich muss“ wird überhaupt zum geflügelten Wort
  • Pausen werden durchgearbeitet, Nahrungsaufnahme wird zur Nebensache
  • Schuldgefühle und Scham über das „Versagen“ breiten sich aus
  • Stress und Überforderung überall – nicht nur im Beruf, sondern auch in der Beziehung oder im Freundeskreis, weil Dritte nicht nachvollziehen und würdigen können, was man durchmacht und leistet
  • Und irgendwie ist da ein Gefühl der inneren Leere, der Gefühllosigkeit und Entfremdung von sich selbst und anderen
  • Häufig kommen irgendwann auch Ängste dazu, Panikattacken, zwanghafte Handlungen und eine manifeste Depression
  • Und dann macht auch noch der Körper Probleme: jede Erkältung wird mitgenommen, es gibt Herz-Kreislauf-, Haut-, Magen-, oder Rückenbeschwerden, Tinnitus, Hörstürze etc.

Diese Liste ließe sich noch beliebig fortsetzen, denn die Bandbreite von Burnout-Symptomen ist vielfältig und in ihren Ausprägungen höchst individuell. Aber wenn Sie sich hier irgendwo wiedergefunden haben, wissen Sie das ohnehin. Medikamente oder wiederholte kurze Krankschreibungen helfen nur begrenzt, denn sie dämpfen lediglich die Symptome, können aber an den Ursachen nichts ausrichten.

Was also tun? Spätestens, wenn Sie an Wochenenden zwar völlig erschöpft sind, aber irgendwie nicht abschalten können oder der Erholungseffekt eines Urlaubs nicht eintritt oder nur wenige Tage anhält, wird es Zeit innezuhalten und sich aktiv auf zwei Ebenen um sich selbst zu kümmern:

    • Lassen Sie die Ursachen von körperlichen Beschwerden, zum Beispiel im Bereich des Bewegungsapparates, des Verdauungstraktes oder des Herz-Kreislauf-Systems, Schwindel oder Ohrgeräusche ärztlich abklären.
    • Stellen Sie sich und Ihre Bedürfnisse endlich wieder in den Vordergrund. Denn auch wenn Sie das jetzt vielleicht nicht gerne lesen: unabhängig von äußeren Bedingungen, hat ein Burnout sehr viel mit Ihnen selbst tun. Dies zu verstehen und vor allem anzunehmen, ist manchmal schwierig und braucht Zeit. Ich kenne das.

Das Ziel dieser Maßnahmen ist nicht, dass Sie ein anderer Mensch werden, sondern die Wiedererlangung Ihrer Gesundheit, Lebensfreude und Arbeitsfähigkeit. Durch einen veränderten Umgang mit Ihren Rahmenbedingungen, Ihren Belastungen, und vor allem mit Ihnen selbst. Ich unterstütze Sie gerne. Im Rahmen einer ambulanten Burnout-Therapie oder in einer weiterführende Therapie nach einem Klinikaufenthalt. Immer jedoch als neutrales Gegenüber, das Ihnen keine Ratschläge gibt, sondern Ihnen neue Handlungsmöglichkeiten eröffnet. In den Bereichen und in dem Umfang, den Sie sich wünschen. Rufen Sie mich einfach an unter 02292 / 92 81 775 oder schreiben mir eine Mail. Ich freue mich, Sie kennenzulernen.

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