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Das innere Kind

Wenn Sie sich selbst, Ihr Verhalten in bestimmten Situationen, Ihre Ängste und Gedanken über sich selbst besser verstehen und verändern möchten, kann die Beschäftigung mit Ihrem inneren Kind lohnenswert sein.

Der Begriff des „Inneren Kindes“ basiert auf dem therapeutischen Konzept, dass intensive, emotionale Erfahrungen aus unserer Kindheit, unser Verhalten, Erleben, Denken und Fühlen auch als Erwachsene unbewusst beeinflussen – sowohl im positiven als auch im negativen Sinne.

Positive Erfahrungen des inneren Kindes machen sich zum Beispiel in den Momenten bemerkbar, wenn wir uns unbändig über etwas freuen können, ganz so wie ein Kind. Oder wenn uns ein bestimmtes Essen oder ein Geruch spontan in die Geborgenheit von Omas Küche zurückversetzt und wir diese Geborgenheit dann auch als Erwachsene noch einmal spüren.

Belastende Erfahrungen des inneren Kindes machen sich vor allem bemerkbar, wenn wir als Erwachsene unter Stress und in Situationen geraten, die wir so oder in ähnlicher Form bereits in unserer Kindheit (immer wieder) als verletzend oder beängstigend erlebt haben. Dann kann es sein, dass wir in einer objektiv recht harmlosen Situation nicht „erwachsen“, sondern unangemessen irrational, heftig und impulsiv reagieren, was wiederum zu Unverständnis und Ablehnung durch das Umfeld führen und Beziehungen dauerhaft belasten kann. Jedoch nicht nur impulsive Reaktionen können aus gespeicherten kindlichen Wahrnehmungen resultieren, auch Selbstblockaden, Glaubenssätze und Verhaltensweisen, mit welchen wir uns immer wieder selbst im Weg stehen. Dazu gehören auch die Angst vor der Bewertung und Ablehnung durch andere (Sozialangst),  Suchtverhalten, Perfektionismus und die Definition unseres Selbstwertes über Leistung.

Wenn wir uns unserem inneren Kind und seinen Bedürfnissen zuwenden, dessen Erfahrungen aufarbeiten und integrieren, können wir nicht nur als Erwachsene daran reifen, alte Wunden heilen und letztlich resilienter werden, sondern auch wieder in Kontakt kommen mit den positiven Aspekten unseres inneren Kindes – seiner Lebens- und Spielfreude, seiner Kreativität und diese Ressourcen zur Gestaltung eines erfüllten Lebens nutzen.

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