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Panikattacken und die Angst vor der Angst

Es geschieht unerwartet und meist ohne konkreten Anlass: plötzliche innere Unruhe, Atemnot und die Kehle ist wie zugeschnürt. Herzrasen, Schwindel und weitere körperliche Symptome können begleitend auftreten. Dazu Gefühle von Kontrollverlust, Hilflosigkeit und großer körperlicher Schwäche. Angst, in Ohnmacht zu fallen oder einen Herzinfarkt zu erleiden. Meist ist es nach wenigen Minuten vorbei, in Ausnahmefällen dauert es länger. Manchmal geschieht es mehrmals pro Woche, manchmal in großen zeitlichen Abständen. Die im Anschluß auftretende Angst vor der Angst wird mitunter als schlimmer empfunden als die Panikattacken selbst. Es beginnt ein Teufelskreis von ständiger Selbstbeobachtung und der Vermeidung von Situationen, in denen Panikattacken aufgetreten sind oder auftreten könnten.

Aufgrund der körperlichen Symptome beginnt oft eine Odyssee von Arzt zu Arzt. Werden keine medizinisch begründbaren Auslöser gefunden, ist es sinnvoll, seelische Ursachen als Auslöser der Panikattacken in Betracht zu ziehen. Denn Panikattacken sind nicht selten ein körperlicher Ausdruck starker seelischen Belastungen wie z.B. chronischem Stress,  eine Begleiterscheiung des Burnout-Syndroms sowie (unbewussten) inneren Konflikten oder als ausweglos empfundenen Situationen. Werden die seelischen Auslöser von Panikattacken identifiziert und bearbeitet, erwachsen daraus neue Möglichkeiten: sowohl im Umgang mit den Panikattacken selbst, als auch mit der Angst vor der Angst. Und im weiteren Verlauf besteht eine gute Chance, sich endgültig davon zu befreien.

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