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Selbstfürsorge durch Entspannung

Der Wechsel von Anspannung und Entspannung sind wesentliche Faktoren für unsere körperliche, geistige und seelische Gesundheit – für unser ganzheitliches Immunsystem als ganzheitliche Menschen. Ein Zuviel an Anspannung erzeugt auf Dauer Stress, welcher nachweislich insbesondere das körperliche Immunsystem schwächt. Wir werden anfälliger für Krankheiten. Unser Körper zeigt uns, dass unser Leben aus der Balance geraten ist. Ein dauerhaft hoher Stresslevel kann zudem Ängste erzeugen.

Haben wir Angst, sind wir gedanklich nicht mehr im Hier und Jetzt, sondern in einer ungewissen Zukunft. Ungewiss, weil wir nicht wissen, ob das, was wir befürchten, auch tatsächlich eintreten wird. Trotzdem kreisen die Gedanken um diese Befürchtungen und deren mögliche Variationen. Mit der Zeit wird der Ausstieg aus diesem Gedankenkarussell zunehmend schwieriger. Der Stresslevel des Körpers steigt, denn Ängste und Stress rufen identische biochemische Reaktionen hervor. Sind die Angst und Stress sehr groß, können Panikattacken, psychosomatische Beschwerden und depressive Verstimmungen auftreten. Eine längerfristig empfundene Ausweglosigkeit aus dieser Situation kann schlimmstenfalls geradewegs in eine Depression führen; diese dauerhafte Anspannung und Alarmbereitschaft des Systems „Mensch“, den Weg bereiten zu körperlichen Erkrankungen oder in das Burnout-Syndrom.

Angst und Stress können jedoch nicht gleichzeitig mit Entspannung existieren. Aktiv herbeigeführte Entspannung  ermöglicht eine Beruhigung des Geistes durch Verankerung unseres Denkens und Fühlens im Hier und Jetzt. Kommt der Geist zur Ruhe, können wir uns objektiv mit unseren Gedanken und Gefühlen auseinandersetzen, deren Wahrheitsgehalt und Auslöser überprüfen und leichter loslassen, was uns nicht gut tut. Dies führt automatisch zur seelischen Entspannung, welche es dem Körper ermöglicht, seine biochemischen Alarmsysteme herunterzufahren und sich ebenfalls zu entspannen und zu regenerieren. Nicht nur das körperliche Immunsystem, auch das seelisch-geistige  werden wieder hergestellt. Unsere mentale Grundhaltung wird gelassener, unsere Resilienz stärker  und wir können Krisen, gleich welcher Art, besser überstehen. Diese Art der Selbstfürsorge ist gerade in schwierigen Zeiten wichtig zur Erhaltung oder Wiedererlangung unserer Gesundheit. Und es ist nicht nur dann sinnvoll, eine Entspannungsmethode zu erlernen, deren konsequente Anwendung uns durch heikle Zeiten tragen kann. Jedoch sollte man Ablenkungen wie z.B. durch den Fernseher, nicht mit Entspannung verwechseln, sondern sich vergegenwärtigen, dass gerade dieser durch tägliche Katastrophenmeldungen zur Auslösung und Steigerung von Ängsten beitragen kann. Gleiches gilt für das Surfen im Internet.

Echte Entspannung auf allen Ebenen kann nur eintreten durch gezielte Beruhigung des Geistes. Sofort und ohne Aufwand umsetzbar beispielsweise durch einen achtsamen Spaziergang. Alleine oder mit anderen Menschen. Schalten Sie Ihr Handy aus, gehen Sie langsam und nehmen Sie ihre Umgebung mit Bedacht wahr.  Sprechen Sie nicht, fühlen Sie die Beschaffenheit des Weges unter Ihren Füßen, schauen Sie sich die Details Ihrer Umgebung genau an und nehmen Sie die Geräusche um Sie herum einmal bewusst wahr.  Einfach nur das sehen und fühlen, was ist. Das wird bei den ersten Malen vielleicht nur kurz gelingen und auch nicht immer gleich gut, aber mit zunehmender Übung gelingt es immer besser. Und wenn Sie nicht alleine unterwegs waren, tauschen Sie sich am Ende des Spaziergangs mit Ihren Begleitern über Ihre Erlebnisse aus und seien Sie gespannt, wie diese den Spaziergang erlebt haben.

Wenn Sie mehr über Achtsamkeit erfahren oder weitere Entspannungsmethoden kennenlernen möchten, oder wenn Sie sich Unterstützung wünschen, um Ängste, Panik und Stress loszulassen, vermittle ich Ihnen gerne weitere Impulse für ein Leben in Balance.

 

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